Der TuS Lübeck muss einen Rückschlag hinnehmen. Nachdem die Truppe von Trainer Manfred Hinz gegen die BG Hamburg West vor zwei Wochen den vermeintlichen Befreiungsschlag geschafft hatte, verlor der TuS bei den Ebstorfer „Knights“ komplett den Faden. Mit reichlich Personalsorgen angereist standen die Chancen bei den Niedersachsen von vorne herein nicht gut, Topscorer Enrico Riebel, Routinier Nicolas Schulwitz und Verteidigungs-Ass Patrick Thelen fielen aus, sodass die Lübecker nur mit acht Mann anreisten.

 

Dennoch war der Beginn der Partie ansehnlich. Die Lübecker konnten ihre Spielzüge anbringen und zogen auf 10:4 davon. Dann jedoch geriet das Offensivspiel des TuS aus dem Ruder, zahllose Einzelaktionen und schlechte Würfe reihten sich aneinander. Die Gastgeber aus Niedersachsen wussten dies zu nutzen und kamen durch daraus resultierenden Schnellangriffen immer wieder zu Punkten. Nach dem ersten Viertel hatte Ebstorf das Blatt gewendet und lag mit 25:20 in Front – zum Ärger der Lübecker.

 

Im zweiten Viertel kam dann Ebstorfs Topscorer Thompson (insgesamt 25 Punkte) immer besser in Fahrt. Die Lübecker Centerspieler waren nicht in der Lage, den kräftigen Amerikaner im Lowpost in den Griff zu kriegen, bekamen aber auch keine gute Hilfe der eigenen Kameraden. Ebstorf kam immer besser ins Spiel und konnte weiter davon ziehen, während sich bei den Hansestädtern langsam Frust breit machte. Zur Halbzeit lag man 30:44 zurück.

 

In der Pause rauften sich die Lübecker zusammen, man wollte mehr Gas geben und den Vorsprung aufholen. Es folgte allerdings ein desolates drittes Viertel, in dem so gut wie nichts für den TuS lief. Ebstorf war nun wie entfesselt, traf auf einmal auch die Dreipunktewürfe hochprozentig und zog endgültig davon. Lübeck erzielte lediglich acht Zähler im dritten Spielabschnitt – der Drops war gelutscht (38:68).

 

Im letzten Viertel fasste sich dann Youngster Maxim Rix (16 Punkte) ein Herz und war einige Male unter dem gegnerischen Korb erfolgreich. Dies sorgte dafür, dass die Lübecker zumindest das Schlussviertel ausgeglichen gestalten konnten (18:20), was allerdings auch daran lag, dass Ebstorf – sich des Sieges gewiss – einen Gang zurückschaltete. Letzten Endes war es ein enttäuschender Auftritt des TuS Lübeck, der sich in den verbleibenden vier Partien kaum noch Ausrutscher erlauben darf, die 56:88-Niederlage bedeutet den achten Tabellenplatz.

 

Trainer Hinz sagte nach dem Spiel: „Wir hatten uns trotz der Ausfälle heute etwas vorgenommen. Wir sind sehr gut ins Spiel gekommen, dann ist aber der Faden gerissen und insbesondere in der Offense hatten wir Probleme, unseren Rhythmus zu finden. Ebstorf war sehr engagiert und konnte uns bereits vor der Halbzeit den Zahn ziehen. Zu kritisieren ist, dass das Team nach der Pause nicht genug Biss und Konzentration gefunden hat, um zurückzukommen.“

 

Für den TuS Lübeck spielten:

Maxim Rix (16 Punkte), Jeremia Suchan (12), Alexander Stein (10), Maik Friedrichsen (9), Gerrit Krause (3), Christoph Baumbach (2), Tobias Brandt (2) und Phillip Schwarz (2). 

TuS Lübeck kommt in Kronshagen unter die Räder

Regionalliga-Basketballer kassieren 92:68-Niederlage

Die Basketballer des TuS Lübeck mussten am Samstag eine enttäuschende Niederlage gegen den TSV Kronshagen hinnehmen. Nach den zuletzt erfolgreichen Partien gegen Eimsbüttel und Rostock gelang es den Lübeckern dieses Mal nicht, das eigene Spiel durchzusetzen. Die aggressive Verteidigung der Kronshagener setzte den Travestädtern zu, die wiederum selbst nur selten überzeugen konnten.

Nach dem ersten Saisonsieg gegen den Eimsbütteler TV am Vorwochenende waren die Lübecker heiß auf den nächsten Coup. Gegen das Farmteam der Rostocker Seawolves aus der 2. Bundesliga Pro B sollten die nächsten Punkte her.

Das Spiel begann sehr hektisch, mit dem besseren Anfang für die Gastgeber. Der TuS wirkte nicht wach und ließ die Rostocker schnell auf 2:10 davonziehen. Das Team hatte zu Beginn Probleme mit der Linie der Schiedsrichter und konzentrierte sich nicht genug auf das eigentliche Spiel. Bereits nach wenigen Minuten mussten die beiden Centerspieler Enrico Riebel (5 Punkte) und Jeremia Suchan (1) mit jeweils zwei Fouls das erste Mal pausieren. Nachdem die Gäste sich an Schiedsrichter und Gegner gewöhnt hatten, lief es besser. Der stark aufspielende Maik Friedrichsen (17) brachte sein Team wieder an die Rostocker heran, sodass es nach dem ersten Viertel 17:15 zugunsten der Gastgeber stand.

TuS Lübeck kann ersten Saisonsieg einfahren

Lübecker Basketballer gewinnen beim Eimsbütteler TV mit 71:64

Als Patrick Thelen (7 Punkte) mit der Schlusssirene einen unbedrängten Korbleger verwandelte, konnten die mitgereisten Lübecker Fans endlich aufatmen. Die letzten zwei Punkte besiegelten den ersten Auswärtssieg der Aufsteiger. Zehn Minuten zuvor sah es danach allerdings überhaupt nicht aus. Ende des dritten Viertels lagen die Travestädter mit acht Zählern zurück (56:48), nachdem das Spiel bis dahin sehr ausgeglichen verlief. Zu viele Unkonzentriertheiten im Angriff hatten die Gastgeber aus Hamburg davon ziehen lassen. Eine geschlossene Teamleistung war nötig, um sich wieder an den Gegner heranzukämpfen. Kapitän Alex Stein sagte nach dem Spiel: „Wir haben nicht zurück gesteckt und uns trotz schwacher Trefferquote wieder herangekämpft. Am Ende sind wir verdient als Sieger zurück gefahren.“

Am Samstag begann für die Lübecker Basketballer in der Regionalliga die neue Saison – und der langersehnte Saisonauftakt sollte nicht enttäuschen. Die Lübecker hatten sich gut auf die neue Herausforderung vorbereitet und traten mit einem vollen 12-Mann-Kader an. Der Gegner war allerdings nur schwer einzuschätzen, da die Bramfelder in der vergangenen Saison aus der 1. Regionalliga abgestiegen waren. So konzentrierte man sich voll und ganz auf das eigene Spiel, Cheftrainer Manfred Hinz machte seinen Mannen vor Beginn der Partie klar, dass ein Sieg her sollte.