Die geschichtliche Entstehung unseres Vereins

Am 29. Mai 1952 wurde unter Mitwirkung des Reichsbundes und des MTV Lübeck die Versehrten- Sport-Gemeinschaft Lübeck (heute RBSG Lübeck) gegründet. In Anwesenheit des Gau-Oberturnwartes Adolf Eggert und des MTV Oberturnwartes Ernst Passoth (selbst Kriegsversehrter), beschloss die Versammlung der 17 jungen Kriegsversehrten den korporativen Anschluss an den MTV Lübeck als selbstständige Abteilung.

Mitglieder

Schon ab dem 01. Juni 1952 wurden drei Übungsabende in der Woche angeboten: Montags Schwimmen im Krähen- teich, Mittwochs Leichtathletik und Faustball auf der Falkenwiese und Freitags Turnen, Kleine Spiele und Prellball in der oberen Halle der Hauptturnhalle Mühlenstraße.

Im Laufe der Jahre kamen hinzu: Tischtennis, Sitzball, Volleyball (als erster Verein in Lübeck), Kegeln und Wandern. In Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt wurde eine Gehschule für Spätamputierte und Schlaganfall- Patienten 1964 ins Leben gerufen. Auch der betreute Personenkreis erweiterte sich im Laufe der Jahre, ab 1955 kamen Zivil- und Unfallbehinderte dazu.

1978 haben wir den Zusatz „Behindertensport“ in unserem Vereinsnamen aufgenommen: Versehrten- und Behinderten- Sportgemeinschaft Lübeck (VBSG) und seit 1996 heißen wir jetzt Rehabilitations- und Behinderten- Sport- gemeinschaft Lübeck von 1952 (RBSG).

Rehazeitung

Wenn auch Reha- und Behindertensport Gesundheits- und Breitensport ist, so schließt das doch die Hinwendung einiger Behinderter zum Leistungssport nicht aus. Viele Landesmeistertitel wurden im Faustball errungen, aber bei den Deutschen Meisterschaften reichte es meistens „NUR“ zum zweiten oder dritten Platz. Auch im Volleyball haben wir im Lande und auf Bundesebene sehr gute Ergebnisse erzielt, nur zu einer Deutschen Meisterschaft reichte es nicht.

Dafür haben aber einige Spieler unserer Gemeinschaft als Nationalspieler Erfolge errungen. Karl-Heinz Anwald wurde mit der Volleyball-Nationalmannschaft einmal Europameister und zweimal Weltmeister.

Auch Jörg Gätje und Ferenc Stettner spielten in der Sitzvolleyball-Nationalmannschaft bis hin zu den Paralympics. Aber Faust- und Volleyball werden in der RBSG nicht mehr gespielt. Dafür sind unsere Leistungskegler Spitze in Schleswig-Holstein und auf Bundesebene. Bereits 1972 konnte Karl-Heinz Anwald als Erster unserer Gemeinschaft und Günther Wulff 2005 zuletzt einen Deutschen Meistertitel erringen. Insgesamt brachten es die Kegler der RBSG auf 21 Deutsche Meisterschaften, die sich wie folgt auflisten: zehnmal Günther Wulff, viermal Erika Torge, dreimal Henry Reuter, zweimal Sybille Rehan, einmal Karl-Heinz Anwald und Adolf Dibenau.

Auch beim Boßeln konnten wir als noch junge Abteilung bereits dreimal den Landesmeister-Titel erringen, aber bei den Deutschen Meisterschaften konnten wir nur lernen.