Sportabzeichen



In den letzen beide Trainingswochen im Dezember haben die Ju-Jutsu-Ka des TuS Lübeck noch einmal richtig Gas gegeben. Auf dem Programm stand das Sportabzeichen im Ju-Jutsu. Um das Sportabzeichen zu erreichen müssen 6 Diziplinen erfolgreich gemeistert werden.

Schlagpolster Ausdauer - 1 Minute lang saubere Schlagkombinationen

Wurfausdauer - 2 Partner die 6 Meter auseinander stehen immer abwechselnd 1 Minute lang sauber werfen und soviele Würfe wie möglich schaffen

Verkettungen / Flows - rund laufende Verkettung von Techniken (Abwehr, Konto, Abwehr, ...)

Gleichgewichtsschulung - Tritt- und Knietechniken ohne das Bein Abzusetzen

Freie Darstellung - Darstellung von 5 verschiedenen Ju-Jutsu-Kombinationen

Randori - Zwei Minuten freier Wettkampf in einer der möglichen Arten (Stand, Wurf, Boden oder einer Kombinationen daraus)

Auch die Neulinge bei uns haben jede Menge Spaß, Kraft und Ausdauer investiert um die gestellten Aufgaben zu meistern. So konnten wir dann am 20. Dezember das Erreichen des Sportabzeichen im Ju-Jutsu für 20 Mitglieder unserer Ju-Jutsu-Sparte an den Landesverband melden.

Wir wünschen allen ein frohes Fest und einen guten Rutsch ins sportliche Jahr 2013


 

Prüfungsvorbereitungslehrgang in Kiel



Teilnahme am Lehrgang in Kiel 27.10.2012

Am 27.10. fand beim Akatuki Kiel der zweite Prüfungsvorbereitungslehrgang in diesem Jahr statt. Peter Schillinsky lockte als Referent 60 Teilnehmer in die Landeshauptstadt.

Nach dem Durcheinanderwarmlaufen ging es auch gleich los, denn man kann auch ins Aufwärmprogramm schon das Prüfungsprogramm einbauen. Mit lockeren Atemikombinationen mit der Steigerung zu Atemi-Wurfkombinationen starte Peter sein Programm. Er zeigte verschiedenen Atemis und Wurftechniken wie Fußstoß vorwärts, Halbkreisfußtritt vorwärts und rückwärts, Schulterwurf und Hüftfegen sind nur einige von Ihnen. Peter verwies darauf, dass es nicht nur wichtig ist, die Technik zu beherrschen, sondern auch, dass der Partner richtig gestellt wird. Was bringt es einen, dass man den Fußstoß vorwärts kann, wenn der Partner aber nur zehn cm von einem weg steht?

Wie wäre es da z.B. mit einer Nothilfesituation? Peter teilte die Teilnehmer in verschiedene Gruppen ein: Nervendruck, Wurf, Atemi und Würgetechniken und nach kurzer Zeit zeigten einige was Ihnen dazu spontan einfiel.

Zum Schluss konnten die Prüflinge sich noch ein wenig beim gemeinsamen Training beschnuppern und noch offene Fragen klären.

(Bericht SHJJV)


Landeslehrgang in Mölln



Achim Hanke war am 22. und 23. September in Mölln! Seine Inspiration ist geblieben und wir haben wieder unendlich viel von ihm gelernt.

Tag eins, der Tag der langen Hälse!
Viele vertraute Gesichter blickten auf Achim, als er die Matte betrat. Wir erlebten einen fröhlichen, ausgeglichenen Achim, trotz der langen Anfahrt nach Schleswig-Holstein. Das zog sich über beide Tage hin und übertrug sich auf die ca. 80 Teilnehmer, die voll auf ihre Kosten kamen.

Beim Aufwärmen fiel Achim auf, dass er uns nicht atmen hören konnte! Lag es an unserer guten Kondition? Na ja, Achim legte noch einmal nach……….! So begann dann unser Thema des heutigen Tages: Würgetechniken. „Fangt ganz langsam an zu würgen, wir haben ja noch 1 ½ Stunden vor uns“. In Partnerübungen mit verschiedenen Würgetechniken und Übergang zum Boden, waren wir gefordert nach Achims Vorgaben die gezeigten Techniken auszuführen. Der Überraschungsmoment, Feingefühl, die Andersartigkeit der Gegner und die unberechenbare Wirkung sind beim Würgen immer mit zu berücksichtigen.

Auch die Geduld, Taktik und das eigene Ermüden, sowie der enge Kontakt zum Gegner sind wichtig. Die andere Hand sollte nach Möglichkeit blockieren und das Würgen unterstützen. „Der Daumen geht immer dahin wo er etwas ausrichten soll, ganz tief rein. Arme strecken und den Körper lang machen: Ab jetzt sind Geräusche, leichtes Grunzen, erlaubt!“ (O-Ton Achim) So wurde gewürgt und gewürgt bis die Hälse immer länger wurden. Zum Ausklang der ersten Hälfte gab Achim uns noch ein paar Worte mit auf den Weg: „Vertraut eurer Würgetätigkeit und eurer Technik, die Geduld tut das Weitere. Zum Würgen braucht man Handkraft und Phantasie“.

Dann war Pause und die Teilnehmer konnten bei Kaffee und Kuchen wieder durchatmen. Nun kamen wir zu den Grundhaltetechniken. „Ihr müsst den Gegner mit eurem Körper belasten wie ein Handtuch. Wenn Arme und Beine kommen: Wegarbeiten und kontrollieren, dann aus der Situation agieren. Rüber, drauf, hoch. Spielt Schach, die ersten drei Züge sind vorgegeben, dann fangt ihr an zu spielen! Wen habt ihr vor euch? Wettkämpfer – Wettkampf, Techniker – Technik, Spinner - ???“

So wurden Grundhaltetechniken, Weiterführung und Gegentechniken verschiedenster Art geübt. Die Vielzahl hatte es am Ende in sich….. „Wollt ihr die zwei, drei Dinge noch mal ausprobieren? Die über 50 jährigen nehmen ihre Erinnerungstablette und die Anderen fangen einfach mal an!“ So ging der erste Tag zu Ende.

Tag zwei, „wer heute Morgen nicht lächelt wird hart geworfen“!
Wurftechniken, Weiterführung und Gegentechniken sollten den zweiten Tag prägen. Wir wärmten uns mit Atemis auf und sollten die Umwelt dabei immer im Blick haben. Das nennt sich bei Achim „periphere Deckungsarbeit“, dem Gegner immer in die Augen schauen und aus den Bewegungen erkennen was der Gegner vorhat. „Bei der besten Deckungsarbeit gibt es immer eine Lücke“, die gilt es zu finden.

Dann ging es zu den Wurftechniken. Achim unterscheidet immer zwischen SV und Übungsform. „Bei der SV wirft man nicht. Ihr müsst die Situation lesen lernen, der Moment ist entscheidend. Man muss sich an sinnvolle und konterbare Technik heranarbeiten, Ampel rot – stopp, Ampel grün – Vollgas. Abwarten, zuschlagen, den Anderen auch mal führen lassen. Niemals gebückt in einen Wurf! Rücken gerade! Ausheben und Wurf mit Zug – das ist der Budo Push!“.

So einfach ist das? Danke Achim……..!!!

2012 10 Achim hanke Mölln

Text: SHJJV Seite

Bilder Rüdiger

 

Vereinsprüfung im TuS Lübeck



Am späten Dienstag Nachmittag trafen sich die Ju-Jutsu-Ka des TuS Lübeck zur angesetzten Prüfung im Ju-Jutsu. Das Teilnehmerfeld war bunt gemischt, so das die Prüfung nicht langweilig werden konnte. Diesmal haben wir Holger Linne vom Sereetzer SV eingeladen, um die Ju-Jutsu-Ka auf Herz und Nieren zu prüfen.

Die Palette der Prüfungen reichte vom weißen Gurt mit gelben Streifen für die Kleinsten bis hin zum Grüngurt für Andrea. Die Prüflinge hatten sich gut vorbereitet und so stand nichts einer erfolgreichen Prüfung im Weg. Die Kleinsten hatten ihren Spaß beim Tippspiel (freie Anwendungsform für Gelb) und selbst der Prüfer war überrascht, als es bei den Großen auf einmal klatschte, da diese sehr dynamisch mit dem Tippspiel begannen. Drei Ju-Jutsu-Ka legten eine sehr gute Prüfung ab und bekamen ein extra Lob des Prüfers, die anderen Teilnehmer brauchten sich aber mit Ihren Leistungen nicht zu verstecken und erreichten leicht das Prüfungsziel.

Am Ende des Tages können sich nun die 10 Mitglieder des TuS Lübeck über ihre neue Gürtelfarbe im Ju-Jutsu freuen.


Kooperation Schule und Verein



Der TuS Lübeck arbeitet schon seit mehreren Jahren mit den verschiedenen Schulen im Umfeld zusammen. Seit zwei Jahren stellen wir vom TuS Lübeck alle Sport AG Angebote für die Albert Schweitzer Schule. Im Rahmen dieser Angebote findet auch eine AG für Jungen und Mädchen der Schule statt, die Selbstbehauptung, Prävention und Selbstverteidigung, also Ju-Jutsu, beinhaltet.

Innerhalb des Schuljahres 2011/2012 konnten zwölf Kinder erfolgreich Ihren SV-Gurt machen. Im letzten Schuljahr waren es immerhin schon zwei Mädchen die dieses Ziel erreichten. Damit ist eine deutliche Steigerung der Annahme dieses Angebotes erkennbar.

In der Baltic Gesamt Schule gibt es das Angebot Selbstverteidigung für Mädchen auch seit zwei Jahren. Dieses Angebot ist für die Klassen 7 und 8. Im laufenden Schuljahr konnten 2 Teilnehmerinnen Ihren SV-Gurt erreichen.



An der benachbarten Grundschule am Koggenweg wird im Rahmen der Kooperation eine Ju-Jutsu-AG für die Kinder der 2.-4. Klasse ausgerichtet. Für das kommende Schuljahr ist dort geplant, das die Kinder die Möglichkeit erhalten, die Prüfung zum weiß/gelben Gürtel abzulegen.

Für das  Schuljahr 2012/2013 haben noch weitere Schulen ihr Interesse bekundet, ähnlich Angebote für ihre Schüler anzubieten. Ju-Jutsu vom TuS Lübeck gibt es künftig an folgenden Schulen: Grundschule am Koggenweg, Baltic Gesamtschule, Albert Schweitzer Schule, Maria Montessorie Schule und der Schule an der Wakenitz.

Jugendfreizeit in Scharbeutz 06/2012

Dieses Jahr war über 130 Ju-Jutsu-Ka des Schleswig Holstein Ju-Jutsu Verbandes zur Jugendfreizeit nach Scharbeutz angereist. Mit 22 Ju-Jutsu-Ka vom TuS Lübeck hatten wir dieses Jahr eine sehr große Gruppe von Teilnehmer.

 

Wir hatten viel Spaß am Strand, beim Minigolf spielen, beim Eis essen und beim Training.

Auch das Ju-Jutsu Training kam nicht zu kurz. Am Samstag gab es für Alle eine Trainingseinheit bei Manfred Feuchthofen 8.Dan Ju-Jutsu, wo uns mit Musik, viel Bewegung und Würfen gut eingeheizt wurde.

Samstag Abend, nach der Grillparty, gab es die Möglichkeit an einer freiwilligen Trainingseinheit zum Thema Wettkampf teilzunehmen. Überraschenderweise schlugen sich die Jungen von uns gegen erfahrene Wettkämpfer so gut, das andere Trainer nicht glauben konnten das wir kein Wettkampftraining machen. Beide Kämpfe gegen jeweils 3 zu 0 an uns. Auch der Sonntagmorgen war gut gefüllt mit Aktivitäten. Vom Zimmer klarmachen, über Abschlusstraining bis hin zum Mittagessen stand jede Menge auf dem Plan.

Bis es dann Sonntagmittag hies: Auf Wiedersehen bis zur nächsten Jugendfreizeit 2013!

Landestechniklehrgang am 13.05.2012 bei uns im TuS Lübeck

 

 

Takedowns am Muttertag
Selbst am Muttertag waren wieder eifrige Ju Jutsukas unterwegs um beim TUS
Lübeck am Lehrgang mit Herbert Bünning teilzunehmen.
Egal ob für die Straße oder als Prüfungskombination. Herbert zeigte viele
verschiedene Takedowns.

  

Diese waren selbst für gestandene Judokas interessant
und auch lehrreich. Aber nicht nur die großen, sondern auch den kleinen
Teilnehmern, die immerhin ein kleines bisschen in der Mehrzahl waren, hatten Ihren
Spaß auf der Matte. Hier stellte Herbert sein Programm individuell immer wieder
nach den Bedürfnissen und Vorkenntnissen der Teilnehmer um.
Wie immer ist bei Herbert jeder auf seine Kosten gekommen und hat für sich was
mitnehmen können.

Ju-Jutsu meets Modern Arnis

 

 
Wenn man tiefe Einblicke in eine Thematik bekommen möchte, holt man sich am Besten
Experten zu ebendiesem Thema. Als es am 4. Februar 2012 in Neustadt um Würge-, Hebel- und
Bodentechniken mit dem Stock ging, war es nur logisch, Fachleute im Umfang mit dem Stock
mit Leuten zusammenzubringen, die sich mit Würge-, Hebel- und Bodentechniken gut auskennen.
Deshalb war dieses Thema für Ju-Jutsu und Modern Arnis gemeinsam ausgeschrieben
worden. Wie erhofft setzten sich die gut 70 Teilnehmer zu ungefähr gleichen Teilen aus Juka und
Arnisadores zusammen, von denen viele in gemischen Paaren trainierten. Philipp Wolf als
Referent vertrat beide Gruppen – er hält den 4. Dan in beiden Stilen.

 2012 wolf 3
Philipp begann mit Würgetechniken mit dem Stock, ausgehend von zwei Angriffsrichtungen hin
zu je drei verschiedenen Würgetechniken je nach Reaktion des Angreifers. Es folgten Armbeugehebel, überwiegend in Form von Muskelquetschen, bei denen der Stock in der Ellenbeuge
lag. Als die Teilnehmer Philipp aufforderten, einen etwas komplizierteren Eingang noch einmal langsamer zu zeigen, lieferten er und sein Partner Marcus eine spontane Superzeitlupenpantomime
ab, die alleine durch die Mimik der beiden ihren Szenenapplaus wert war. Trotz des komplexen
Themas hielten die Teilnehmer vom Anfänger bis zum 5. Dan die Konzentration bis
zum Schluss, als es um Bodentechniken mit dem Stock ging. Zum Werfen, Halten, Hebeln und
erneut zum Würgen kamen die Stöcke zum Einsatz.

 2012 wolf
Juka und Arnisadores verstanden sich auf der Matte von Anfang an bestens. Gerade in den
gemischten Paaren ergänzten sie sich mit ihren unterschiedlichen Vorkenntnissen auf ideale
Weise. Gemeinsame Lehrgänge, so das allgemeine Fazit, sollte es häufiger geben.

 2012 wolf 1
Text: Jens Dykow

 

Jahresauftakt mit Ehrung und Ellenbogen

 


Zum mittlerweile fast Tradition gewordenen Jahresauftaktlehrgang am 14. Januar 2012 im Lübecker
Judo Club war Siegmund Sobolewski, 7. Dan Ju-Jutsu, als Referent geladen. Bevor er loslegen durfte, hatte er noch eine angenehme andere Aufgabe zu erfüllen. Unter den gut 50 Teilnehmern war auch Manfred Feuchthofen, dem von Jens Dykow mit Unterstützung von Sigi und dem Vorsitzenden Karsten Kuthleick der 8. Dan Ju- Jutsu verliehen wurde.

 
Das erste Thema war der Dreierkontakt. Gegen Angriffe aus verschiedenen Winkeln, vorzugsweise im
weiteren Verlauf aber gegen Ellenbogenschläge, machte Sigi diese Abwehrfolge zum Auftakt teils
sehr kurzer und knackiger Kombinationen. Dabei zeigte er eine Wendigkeit, die den einen oder anderen Teilnehmer bald an seine Grenzen führte.

 
Ebenfalls direkt und effektiv kamen dann die Ellenbogentechniken. In Verteidigungssituationen auf
kurze Distanz vermittelte Sigi, was für eine formidable Waffe nahezu ansatzlose Ellenbogenschläge
darstellen können. Egal, ob er sie konsequent zum Erreichen der Kampfunfähigkeit einsetzte oder nur
quasi im Vorbeigehen auf dem Weg zu weiteren Folgetechniken, so wie Sigi sie in die Kombinationen
einbaute, fühlten sie sich natürlich und schlüssig an – ohne unnötige Bewegungen, immer auf dem
kürzesten Weg geschlagen.

Text / Bilder: Jens Dykow